Der Weg zum S/4HANA-Consultant bei ITARICON

Donnerstag, 28. März 2019, 16:19 Uhr

S/4HANA ist in aller Munde. Die SAP schickt sich an, mit diesem hoch integrierten ERP-System sowohl neue Kunden zu gewinnen, als auch das bisher bei Bestandskunden im Einsatz befindliche ECC bis 2025 durch S/4HANA abzulösen. In diesem Blogartikel möchte ich kein Loblied auf die Technologie singen, sondern den Weg erklären, mit dem wir unsere aktuellen und zukünftigen Mitarbeiter von ITARICON auf die vor uns liegenden Transformations-, Einführungs- und Weiterentwicklungsprojekte vorbereiten. Denn Fakt ist: Schon allein mit der Ablösung bestehender SAP-ERP-Systeme werden SAP-Beratungen bis 2025 ordentlich zu tun haben. Und das schließt die Neukundenbemühungen des Technologieriesen noch gar nicht ein.

Die Zielstellung unseres Ausbildungskonzeptes

Wir möchten aktuellen und zukünftigen Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, bei und mit ITARICON ihren Weg zum S/4HANA-Consultant zu gehen. Dabei unterscheiden wir grob so:

  • Junior Consultants bekommen eine strukturierte, zielgerichtete und wiederholbare Einarbeitung.
  • Erfahrene Kollegen haben die Möglichkeit, auch rechts und links ihrer bisherigen Fachdomänen (z. B. Einkauf, Vertrieb, Produktion) Wissen und Erfahrung zu sammeln und zum Generalisten zu werden.
  • Erfahrenen Kollegen steht ebenso der Weg zum absoluten Spezialisten ihrer jeweiligen Fachdomäne offen.

Das erklärte Ziel jedes Beraters und natürlich auch von ITARICON ist, unseren Kunden in ihren jeweiligen Projektphasen echten Mehrwert durch die Expertise unserer Consultants zu bieten und mit der technologischen Unterstützung durch SAP S/4HANA zu langfristigem Geschäftserfolg zu führen.

Unser Marktangang als Struktur für die interne Ausbildung

Unsere Präsenz in der Kundenmarktkommunikation strukturieren wir nach Business-Szenarien. Mit

  • Order-to-Cash
  • Procure-to-Pay
  • Plan-to-Produce

starten wir und nähern uns damit einerseits den Kernprozessen unserer Bestandskunden, andererseits der aktuell verfügbaren Expertise durch unsere Berater in der Business Unit „Supply Chain Solutions“. Soll aber nicht heißen, dass da nicht demnächst noch weitere hinzukommen werden („Make-to-Stock“ steht schon in den Startlöchern ;-)). Wir orientieren uns ganz explizit an den wichtigsten betriebswirtschaftlichen Prozessen, weil der Endkunde unserer Auftraggeber immer im Vordergrund unserer Beratung steht und wir uns dafür diesen Fragen widmen:

  • Was ist die Business-Herausforderung des Kunden?
  • Wie sieht unsere Lösung dazu aus?
  • Welchen Nutzen hat der Kunde durch die Verwendung unserer Lösung?

Konsequenterweise folgen wir genau diesen Business-Szenarien auch in der Teamstruktur und in der Ausbildung.

Da S/4HANA seine ganze Power durch die hohe Integrationstiefe über alle Geschäftsprozesse entfaltet, ist es uns besonders wichtig, dass alle Mitarbeiter unserer Business Units den Querschnitt der Prozesse und den technologischen Umgang mit diesen Prozessen im S/4HANA kennen und verstehen. Denn beispielsweise kann die Überschreitung eines Schwellwertes für den Einkauf von Rohstoffen und damit die Knappheit dieses Rohstoffes durchaus eine Auswirkung auf die Produktionsplanung und anschließend auf den Vertrieb haben.

Für Kolleginnen und Kollegen, die noch nie mit SAP gearbeitet haben, bieten wir im Block „SAP Basics“ die Grundlagen der Arbeit mit dieser Technologie an.

Individueller Ablauf der Ausbildung  zum zertifizierten S/4HANA-Consultant

Abb. 1: Die Struktur der Ausbildung auf einen Blick

Je nach individuellem „Level of Expertise“ starten unsere Consultants ihren Aus- und Weiterbildungsweg zum S/4HANA-Consultant und können sich so Grundlagen aneignen, die Integrationstiefe des Systems kennenlernen und zum Generalisten oder Spezialisten in einem Business-Szenario werden. Die Endausbaustufe in jedem einzelnen Ausbildungsbaustein ist eine jeweilige Zertifizierung durch die SAP. Innerhalb der drei Business-Szenarien unterscheiden wir in den Zertifizierungen noch zwischen S/4HANA on premises (oder in der Private Cloud) und S/4HANA in der Public Cloud.

Wissensvermittlung durch Mentoring

Eine Weisheit der Beratung ist schon seit jeher: Ein Junior Consultant lernt vom Senior Consultant. Um den beiden Beteiligten möglichst viel Struktur zu bieten und immer wiederkehrende Aufgaben und Inhalte nachhaltig zu dokumentieren, bedienen wir uns des Mentoring-Konzepts. So gibt es bei ITARICON für jeden der Ausbildungsblöcke einen inhaltlich verantwortlichen Berater, dessen Ziel es ist, genau diese generellen und wiederkehrenden Inhalte so aufzubereiten, dass sie für die jeweils weniger erfahrenen Kollegen einfach nachvollziehbar sind. So sind beispielsweise alle Teilnehmer einer Schulung (z. B. durch die SAP selbst) motiviert, das vermittelte Wissen so zu konservieren, dass auch andere Kollegen davon profitieren können.

In unserem Intranet kann jeder Mitarbeiter die jeweils inhaltlich verantwortlichen Kollegen finden. Diese stehen für das jeweilige Themengebiet auch als Mentor und für Rückfragen zur Verfügung. Mit einem Klick gelangen die Kollegen ebenfalls zu den Ausbildungsinhalten:

Abb. 2: Ansprechpartner

Die Links zu den Ausbildungsinhalten führen zu einem unternehmensweit einsehbaren OneNote-Notizbuch, das kontinuierlich wächst, sobald ein Kollege in seinem Alltag über einen wissens- und teilenswerten Inhalt „stolpert“. Die Inhalte dieses Notizbuches unterteilen sich je Ausbildungsblock immer in:

  • Grundlagen
  • Link zu Dokumentenablagen
  • Übungen (= Absprünge in unsere Trainingssysteme)

Am Beispiel des Ausbildungsblocks „SAP Basics“ sieht das so aus:

Abb. 3: OneNote-Notizbuch – SAP-GUI-Aufbau

S/4HANA zum Anfassen – unsere Systemarchitektur

Nun wollen theoretische Grundlagen natürlich schnellstmöglich praktische Anwendung finden. Zu diesem Zweck halten wir eine Vielzahl von Test- und Trainingssystemen in einer mehrstufigen Architektur bereit. Da das Supply Chain Consulting nur einer von vier inhaltlichen Beratungsschwerpunkten von ITARICON ist, gibt es natürlich auch für die Kollegen der anderen Business Units Test- und Trainingssysteme. Um in diesem „Systemzoo“ den Überblick zu behalten, gibt es bei uns intern eine SAP-Basis-Mitarbeiterin, deren Hauptaufgabe es ist, diese Systeme im Griff zu behalten und dafür zu sorgen, dass sie architektonisch so voneinander getrennt sind und das ein kleiner Fehlgriff nicht gleich alle anderen Systeme zum Erliegen bringt. In den Demosystemen bauen wir Prozesse nach, die für die Einarbeitung sinnvoll sind. In den Trainingssystemen kann wiederum jeder Berater Veränderungen am System vornehmen, die auch per Knopfdruck wieder rückgängig gemacht werden können. Sicher ist sicher. 😉 Die Demosysteme für Anwendungsfälle, die wir unseren Kunden und Zielkunden live oder in Webinaren demonstrieren, sind ein weiterer Architektur-Layer, der natürlich von den Übungen unserer Berater nicht beeinflusst werden darf.

Mögliche Laufwege unserer Berater

Mit dem strukturierten Vorgehen stehen unseren Beraterinnen und Beratern die Wege zum Generalisten oder Spezialisten offen. Beispielhaft seien nur mal ein paar der möglichen Laufwege im Sinne der fachlichen und persönlichen Entwicklung genannt:

Abb. 4: Möglichkeiten eines S/4HANA-Beraters

Orchestrierung: Die Aufgabe der Führungskraft

Unsere Aufgabe als Führungskräfte der jeweiligen Berater ist es, mit ihnen ihre jeweiligen Laufwege für die inhaltliche Aus- und Weiterbildung zu besprechen. Diese Wege richten sich natürlich einerseits nach den jeweiligen Präferenzen des Consultants, andererseits nach den Bedarfen unserer Kunden. Unser Bestreben muss es sein, so wenige weiße Flecken wie möglich auf der Landkarte der Expertise eines Teams zu haben. Bei Bedarf muss fehlendes Know-how mit Recruiting und einer zielgerichteten Ausbildung gefüllt und den Beratern eine individuelle Perspektive aufgezeigt werden. Wir begleiten sie dabei und veredeln die Weiterbildung mit Zertifizierungen. Je nach Kundenmarktbedarf müssen wir in der Lage sein, auch die notwendige Skalierung der Expertise für die Bereitstellung von Projektteams zu bieten, um unsere inhaltlichen Lösungen bei unseren Kunden implementieren zu können.

Und was ist mit ABAP?

Gute Frage. Theoretisch gehört hinter die Darstellung unserer Ausbildungsinhalte eine weitere Dimension − die der kundenspezifischen Entwicklungen. Vor allem in Migrationsprojekten müssen individuelle Entwicklungen oft angepasst werden, wenn sie nach der Migration von ECC nach S/4HANA noch verfügbar sein sollen. Auch in der Public Cloud sind Zusatzentwicklungen notwendig und möglich (dabei gelten durch die Entwicklung für die SAP Cloud Platform allerdings völlig andere Bedingungen).

ABAP-Entwicklungen sind immer zwingend im Zusammenhang mit dem Prozess zu betrachten, was natürlicherweise durch einen ABAP-Entwickler erst dann leistbar ist, wenn er die Grundlagen der ABAP-Programmierung kennt, versteht und anwenden kann. An der Aufbereitung dieser Grundlagen arbeiten wir aktuell noch. Genau wie an der konsequenten Befüllung unserer Inhalte für die Prozessberater.

Du willst ein Teil dieses coolen Teams werden, Deinen Weg zum S/4HANA-Consultant mit uns gehen und auch Dein Wissen einbringen? Dann schreib mir: martin.wanitschke@itaricon.de Interessante Positionen findest Du auch jederzeit auf unserer Website

Ich freu mich drauf.

PS: Auch für alle anderen Business Units von ITARICON gibt es Ausbildungskonzepte, -strukturen und -inhalte. Da wir uns inhaltlich hervorragend ergänzen, das notwendige Wissen dafür aber oft sehr unterschiedlich ist, sind die Konzepte je Beratungsleistung höchst individuell. Vielleicht fühlt sich ja einer meiner Kollegen animiert, auch die Aus- und Weiterbildungsstruktur für sein Team in einem Blogbeitrag zu teilen. 😉 


ITARICON GmbH

ITARICON gestaltet digitale Lösungen für integrierte Kunden- und Lieferkettenprozesse. Wir setzen auf herausragendes Wissen im Management von Unternehmens- und Integrationsarchitekturen und führen unsere Auftraggeber damit zielgerichtet durch den digitalen Wandel ihrer Kerngeschäftsprozesse. In unserer Vision spielen die Produktions- und Lieferketten reibungslos mit dem Lebenszyklus der Kundenprozesse zusammen. Wir konzipieren und gestalten diese Lösungen für unsere Auftraggeber – ausgehend von Prozessberatung mit End-to-End-Fokus und mit einem herausragenden Technologieteam ausgestattet, das seinesgleichen sucht. Damit kreieren wir für unsere Auftraggeber und deren Kunden eine Informations-, Kauf- und Serviceumgebung, die Vertrauen schafft und die die ideale Grundlage für den langfristigen Geschäftserfolg darstellt.